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Unterschiede und Vergleichstabelle der Rockwell-, Brinell- und Vickers-Härte
Branchennachrichten

Unterschiede und Vergleichstabelle der Rockwell-, Brinell- und Vickers-Härte

2025-10-29

I. Einführung in die Härtelehre

Die Härte beschreibt die Fähigkeit eines Materials, dem Eindringen eines harten Gegenstands in seine Oberfläche zu widerstehen. Sie ist ein wichtiger Leistungsindikator für metallische Werkstoffe. Generell gilt: Je höher die Härte, desto besser die Verschleißfestigkeit. Gängige Härteverfahren sind die Brinell-, Rockwell- und Vickershärte.


1. Brinellhärte (HBW)

Eine Kugel aus einer harten Legierung mit einem bestimmten Durchmesser (üblicherweise 10 mm) wird unter einer Prüflast (üblicherweise 29,42 kN) in die Oberfläche der Probe gedrückt. Nach einer festgelegten Zeit wird die Last entfernt und der Durchmesser des Eindrucks auf der Probenoberfläche gemessen (siehe Abbildung 1). Das Verhältnis von Last zu Eindruckfläche ergibt die Brinellhärte (HBW).

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2. Rockwell-Härte (HR)

Ist die Härte zu hoch oder die Probe zu klein für die Brinell-Härteprüfung, wird stattdessen die Rockwell-Härteprüfung angewendet. Dabei wird ein Diamantkegel mit einem Spitzenwinkel von 120° oder eine Hartmetallkugel mit einem Durchmesser von 1,5875 mm bzw. 3,175 mm unter einer bestimmten Last in die Oberfläche des Prüfmaterials eingedrückt. Der Härtewert wird aus der Eindringtiefe ermittelt. Je nach Härtegrad des Prüfmaterials werden verschiedene Rockwell-Skalen verwendet.

  • SPIEL: Die Härte wird mit einem Diamantkegel-Eindringkörper und einer Last von 60 kgf ermittelt. Sie wird für Werkstoffe mit extrem hoher Härte (wie z. B. Hartlegierungen) verwendet.

  • HRB: Die Härte wird mit einem gehärteten Stahlkugel-Eindringkörper von 1,5875 mm Durchmesser und einer Last von 100 kgf ermittelt. Dieses Verfahren eignet sich für Werkstoffe mit relativ geringer Härte (wie z. B. geglühte Stähle und Gusseisen).

  • HRC: Die Härte wird mit einem Diamantkegel-Eindringkörper und einer Last von 150 kgf ermittelt. Sie wird für Werkstoffe mit sehr hoher Härte (wie z. B. gehärtete Stähle) verwendet.


3. Vickers-Härte (HV)

Unter einer Last von maximal 120 kg wird ein diamantförmiger quadratischer Pyramiden-Eindringkörper mit einem Spitzenwinkel von 136° in die Materialoberfläche eingedrückt. Der Vickers-Härtewert (HV) ergibt sich aus dem Verhältnis von Last zu Oberfläche des Eindrucks (angegeben in kgf/mm²).


Praktische Beziehung

In der Praxis besteht ein annähernder Zusammenhang zwischen den verschiedenen Härtewerten metallischer Werkstoffe sowie zwischen Härte- und Festigkeitswerten. Da die Härte durch den Widerstand gegen anfängliche und fortgesetzte plastische Verformung bestimmt wird, gilt: Je höher die Festigkeit des Werkstoffs, desto höher sein Widerstand gegen plastische Verformung und desto höher sein Härtewert. Die Umrechnungsbeziehungen variieren jedoch je nach Werkstoff.


II. Härtevergleichstabelle

Gemäß dem deutschen Standard DIN 50150Die folgende Tabelle zeigt die ungefähre Entsprechung zwischen der Zugfestigkeit von Stahl und der Vickers-Härte, der Brinell-Härte und der Rockwell-Härte innerhalb der üblicherweise verwendeten Bereiche.

Zugfestigkeit

RmN/mm2

Vickers-Härte HV Brinellhärte HB Rockwell-Härte HRC
1030 320 304 32.2
1060 330 314 33.3
1095 340 323 34.4
1125 350 333 35,5
1115 360 342 36,6
1190 370 352 37,7
1220 380 361 38,8
1255 390 371 39,8
1290 400 380 40,8
1320 410 390 41,8
1350 420 399 42,7
1385 430 409 43,6
1420 440 418 44,5
1455 450 428 45,3
1485 460 437 46.1
1520 470 447 46,9
1555 480 (456) 47,7
1595 490 (466) 48,4
1630 500 (475) 49.1
1665 510 (485) 49,8
1700 520 (494) 50,5
1740 530 (504) 51.1
1775 540 (513) 51,7
1810 550 (523) 52.3
1845 560 (532) 53,0
1880 570 (542) 53,6
1920 580 (551) 54.1
1955 590 (561) 54,7
1995 600 (570) 55,2
2030 610 (580) 55,7
2070 620 (589) 56,3
2105 630 (599) 56,8
2145 640 (608) 57,3
2180 650 (618) 57,8
660 58,3
670 58,8
680 59,2
690 59,7
700 60.1
720 61,0
740 61,8
760 62,5
780 63,3
800 64,0
820 64,7
840 65,3
860 65,9
880 66,4
900 67,0
920 67,5
940 68,0