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4 Wege zur Bestimmung der Genauigkeit von Werkzeugmaschinen
Branchennachrichten

4 Wege zur Bestimmung der Genauigkeit von Werkzeugmaschinen

2025-09-29

Die Genauigkeit von Werkzeugmaschinen ist ein wichtiger Indikator für die Bearbeitungsfähigkeit und hat direkten Einfluss auf Größe, Form und Oberflächenqualität der Werkstücke.

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1. Geometrische Genauigkeit (Statische Genauigkeit)

Die geometrische Genauigkeit beschreibt die Form- und Lageabweichungen wichtiger Werkzeugmaschinenkomponenten im Stillstand der Werkzeugmaschine und bildet die Grundlage für deren Gesamtgenauigkeit. Zu ihren Kernbereichen gehören:

Achsengenauigkeit: Die Geradheit, Parallelität und Rechtwinkligkeit jeder Achse (z. B. der X-, Y- und Z-Achse) werden mithilfe von Messuhren und Keramikmessschiebern gemessen. Ob beispielsweise eine auf der X- und Y-Ebene bearbeitete quadratische Kontur rechte Winkel oder wellige Kanten aufweist, hängt direkt von der geometrischen Genauigkeit der Achsen ab.

Präzision bei der Montage wichtiger Komponenten: Spindelrundlauf, Planheit des Arbeitstisches und Spindel-Achsen-Ausrichtung erfordern spezielle Prüfungen. Beispielsweise bestimmt die Ausrichtung der Spindelmittelachse zur Z-Achse die Kegelform der bearbeiteten Seitenwände oder die Unebenheit der Oberfläche.

Messwerkzeuge: Statische Messungen basieren häufig auf traditionellen Messwerkzeugen (wie Mikrometern) oder hochpräzisen Instrumenten (wie Laserinterferometern) und eignen sich für die Referenzkalibrierung bei der Abnahme von Werkzeugmaschinen.

2. Positionsgenauigkeit

Positioniergenauigkeit bezeichnet die Genauigkeit und Wiederholbarkeit der Bewegung einer Werkzeugmaschine zu einer Zielposition gemäß einer Vorgabe und beeinflusst direkt die Konsistenz der Chargenbearbeitung. Zu den Bewertungsmethoden gehören:

Positionierfehler einer Achse: Diese Messgröße erfasst die Abweichung zwischen der tatsächlichen Achsenbewegung und dem Sollwert mithilfe eines Laserinterferometers oder einer Normalskala. Beispielsweise lässt sich ein Neigungsfehler durch die Anpassung von CNC-Systemparametern korrigieren, während mechanischer Verschleiß den Austausch von Bauteilen erfordert.

Wiederholgenauigkeit: Bei dieser Messung werden mehrere Positionen in der Hubmitte und an beiden Hubenden ausgewählt und die Positionierung siebenmal wiederholt. Anschließend wird die maximale Abweichung berechnet. Dieser Wert spiegelt die Stabilität des Antriebsstrangs wider und berücksichtigt Faktoren wie Zahnflankenspiel und das Ansprechverhalten des Servosystems.

Genauigkeit der Rückkehr zum Ausgangspunkt: Diese Messung überprüft die Wiederholgenauigkeit der Rückkehr der Werkzeugmaschine zum Referenzpunkt und ist entscheidend für die Gewährleistung konsistenter Bearbeitungsursprünge.

3. Volumetrische Genauigkeit

Die volumetrische Genauigkeit ist ein umfassendes Abbild der geometrischen Genauigkeit und der Positioniergenauigkeit. Sie bewertet die Abweichung zwischen der tatsächlichen Position der Werkzeugspitze im dreidimensionalen Raum und der Sollposition.

Fehlermodellierung: Diese Maßnahme kombiniert strukturelle Fehler der Werkzeugmaschine (wie z. B. die Geradheit der Führungsbahn) und kinematische Fehler (wie z. B. die Positionsabweichung), um durch Lasermessung oder theoretische Berechnung ein Fehlerkompensationsmodell zu erstellen.

Fehlermetriken: Bei großen Werkzeugmaschinen wird häufig „Fehler/m³“ verwendet, um die Genauigkeitstoleranz pro Volumeneinheit anzugeben. Dies eignet sich für die Präzisionssteuerung großer Werkstücke in Anwendungen wie der Luft- und Raumfahrt.

4. Dynamische Genauigkeit

Die dynamische Genauigkeit ist die Gesamtleistung einer Werkzeugmaschine unter Bearbeitungslast. Sie muss durch die Kombination von Programmausführung, Servoreaktion und den Auswirkungen der Schnittkräfte nachgewiesen werden:

Testschneidtests: Verwenden Sie branchenübliche Teststücke (wie kreisförmige, rautenförmige und quadratische CDS) oder kundenspezifische Teile (wie Formoberflächen), um die Konturgenauigkeit zu prüfen und Überschnitte, Eckenverrundungsfehler und andere Fehler zu beurteilen.

Servo-Systemoptimierung: Anpassung der Regelalgorithmen (z. B. Erhöhung der Abtastfrequenz) und Verbesserung der mechanischen Steifigkeit zur Reduzierung von Schnittschwingungen und zur Gewährleistung der Stabilität bei komplexen Bewegungen wie z. B. Fünf-Achs-Gelenken.

Verschiedene Branchenanwendungen: Formenbauer konzentrieren sich auf Oberflächenscans und den Vergleich mit 3D-Modellen, während die Luft- und Raumfahrtindustrie vollständige Fünf-Achs-Bewegungstests benötigt. Die Medizintechnik legt Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Oberflächengüte und Positioniergenauigkeit.

Zusammenfassung und Empfehlungen

Die Genauigkeit der Werkzeugmaschine muss schrittweise, von der statischen zur dynamischen Phase, überprüft werden:

Geometrische Genauigkeit ist von grundlegender Bedeutung und erfordert während der Installationsphase strenge Prüfungen.

Die Positioniergenauigkeit hängt von regelmäßiger Wartung und Parameterkompensation ab;

Für eine hohe volumetrische Genauigkeit ist die Optimierung der Bearbeitungswege auf Basis von Fehlermodellen erforderlich;

Die dynamische Genauigkeit wird durch Probeschnitte und Prozessanpassungen kontinuierlich verbessert.

In der Praxis werden häufig hochpräzise Geräte wie Laserinterferometer und Koordinatenmessgeräte eingesetzt, und Störfaktoren wie Umgebungstemperatur und Vibrationen werden kontrolliert, um die Leistung der Werkzeugmaschine umfassend zu bewerten und zu verbessern.